Was genau ist eigentlich CBD-Öl?

Normalerweise wird CBD Öl als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Frei verkäufliche CBD-Öle haben viele gemeinsame Eigenschaften, es gibt aber durchaus auch große Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten, besonders hinsichtlich deren CBD- und THC-Gehalts, der Herkunft und der Qualität. Vielen Anwendern ist es sehr wichtig, Produkte mit Bio-Qualität zu kaufen und dass es sich um Vollspektrum-Produkte handelt (im Folgenden mehr dazu). Cannabidiol (CBD), ist eines der Cannabinoide aus der Hanfpflanze, das man jedoch keinesfalls mit THC verwechseln sollte.

Während das u. a. in Drogen enthaltene THC psychoaktiv ist, hat CBD keinerlei berauschende Wirkung, sondern lediglich eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Anwender. Frei verkäufliche CBD-Produkte dürfen nur maximal 0,2 % THC enthalten, ansonsten müssten sie als apothekenpflichtige Medikamente deklariert werden. Der Hanfanbau hat bereits eine lange Tradition (10.000 Jahre), wobei es Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten gibt. Die speziell gezüchtete Hanfsorte, aus der CBD-Öl gewonnen wird, ist das weibliche „Cannabis sativa L“. Dies ist eine hochwertige Industriehanfsorte mit einem hohen CBD-Anteil und gleichzeitig (fast) keinem THC. Aus den Blüten dieses Hanfs wird später das CBD-Öl gepresst.

Halten wir fest: CBD-Öl ist frei verkäuflich und aus Industriehanf. Außerdem macht es nicht high. CBD-Öl hat eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Wirkungen! Mehr Informationen dazu finden Sie im folgenden Abschnitt.

Die gesundheitsfördernden Wirkungen von CBD-Öl

Viele Menschen greifen wegen dessen gesundheitsfördernden Wirkung zum CBD-Öl. Sie wenden es z. B. zur Prävention an oder um Schmerzen bei schwereren Krankheiten wie z. B. Fibromyalgie oder Krebs zu lindern. CBD-Öl hat außerdem eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist und kann daher sehr gut zum Entspannen oder leichteren Einschlafen benutzt werden. Außerdem hilft es, den Alltagsstress besser ertragen zu können.

CBD hat keine berauschende Wirkung – es kann dennoch eine psychoaktive Wirkung bei CBD beobachtet werden, und zwar eine positive; CBD-Öl Tropfen werden nämlich ebenfalls erfolgreich bei Angststörungen oder Panikattacken eingesetzt. Auch bei Krankheiten wie Multiple Sklerose, Alzheimer, Fibromyalgie und sogar Krebs kann man CBD zur Linderung der Beschwerden anwenden. Bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Migräne, Angstzuständen oder Epilepsie kann man im Normalfall direkt nach der ersten Einnahme. Man sollte aber auch erwähnen, dass es ein paar Krankheiten gibt, wo CBD-Produkte laut Studien den Zustand verschlechtern könnten (mehr dazu im nächsten Abschnitt bei Nebenwirkungen).

CBD-Öl und seine / keine Nebenwirkungen

Dass CBD gesundheitsfördernde Wirkungen hat, ist inzwischen allgemein bekannt. Wie aber sieht es bei all diesen positiven Wirkungen mit möglichen Nebenwirkungen aus? Oft ist zu lesen, dass CBD keinerlei Nebenwirkungen habe. Diese etwas utopisch klingende Aussage ist so nicht ganz korrekt. Es gibt durchaus Berichte von Nebenwirkungen bei der Einnahme von CBD-Öl, obgleich es sich hierbei um relativ harmlose Beschwerden handelt. Vorweg sei angemerkt, dass Schwangeren von der Einnahme von CBD abgeraten wird, da CBD einige wichtige Hormone beeinflussen kann. Die anderen selten berichteten Nebenwirkung beschränken sich auf Beschwerden wie Schwindel kurz nach der Einnahme, wahrscheinlich aufgrund einer leichten Senkung des Blutdrucks, gezügelter Appetit, was nicht immer als negativer Effekt angesehen wird, oder Müdigkeit kurz nach der Einnahme. Einzig und allein bei Glaukom gibt es ein paar wenige Berichte einer Nebenwirkung im klassischen Sinne, nämlich von einer leichten Erhöhung des Augeninnendrucks nach der CBD-Einnahme.

Generell gilt jedoch, dass man bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten vorher seinen Arzt konsultieren sollte, da CBD die Metabolisierung anderer Medikamente im Körper beeinflussen könnte.

Vollspektrum-Produkte, deren Inhaltsstoffe und das Herstellungsverfahren

CBD ist in mehreren Varianten erhältlich, z. B. als synthetisch hergestelltes CBD-Isolat oder als pflanzliches CBD, meistens in Vollspektrum-Ölen. Letzteres wird von den meisten Anwendern bevorzugt, da in diesen Produkten nicht nur CBD, sondern noch viele weitere natürliche Stoffe enthalten sind wie weitere Cannabinoide (CBN, CBG, CBL oder CBCVA) und Terpene, welche die gesundheitsfördernden Effekte von CBD nochmals verstärken. Terpene mit medizinischer Wirkung sind u. a. Alpha-Pinene (entzündungshemmend), Beta-Caryophyllene (Milderung von Entzündungen im Darm, Reizdarmsyndrom), Limonen (gegen Hautirritationen und evtl. gegen Krebs) und Myrcen (wirkt beruhigend und entzündungshemmend).

Bei Vollspektrum-Produkten sollte vor allem auf das Herstellungsverfahren geachtet werden, da die medizinisch wertvollen Terpene einen gemeinsamen Schwachpunkt haben: sie verdampfen sehr schnell bereits bei leicht erhöhter Temperatur – und die CBD-Öl Extraktion findet normalerweise unter hohen Temperaturen statt. Ein gutes Vollspektrum-Produkt ist daher immer kaltgepresst. Auch auf ein Bio-Zertifikat sollte geachtet werden, da es sich um Naturprodukte handelt.

Vier Arten CBD-Öl einzunehmen

CBD kann auf vier verschiedene Weisen angewandt werden, was jedem Anwender die Möglichkeit gibt, CBD auf seine bevorzugte Weise zu konsumieren. Die am häufigsten verwendete Art CBD-Öl einzunehmen ist mit Sicherheit die sublinguale Einnahme. Hier wird das CBD-Öl mit einer Pipette direkt unter die Zunge getropft, wo man es dann für eine Minute hält, bevor es heruntergeschluckt wird. Die zweite und vielleicht leichtere Art der Einnahme ist mittels eines CBD-Öl Sprays. Das Tropfenzählen mit der Pipette entfällt, man muss lediglich einmal auf das Spray drucken, um seine Dosis CBD oral einzunehmen. Die dritte Art zur Einnahme von CBD ist mittels Inhalation. Meistens sind es Raucher, die sich für diesen Weg entscheiden. Die vierte Methode zur CBD-Nutzung ist die topische Anwendung, was aber für CBD-Öl eher selten genutzt wird, da es auf dem Markt bereits spezielle CBD-Cremen zur äußeren Anwendung gibt.

Wie sieht es mit der Legalität von CBD aus? Es handelt sich ja schließlich um Cannabis.

Eine der häufigsten Fragen bezieht auf die Gesetzeslage hinsichtlich des Verkaufs und Einkaufs von CBD-Produkten. Wie bereits erwähnt dürfen CBD-Produkte im freien Verkauf nicht mehr als 0,2 % THC enthalten. Laut § 2(3) des deutschen Arzneimittelgesetzes sind CBD-Produkte, die diese Auflage erfüllen, als Nahrungsergänzungsmittel deklariert. Problematisch ist also nicht der CBD-Gehalt, sondern vielmehr der THC-Gehalt der Produkte.

CBD-Öl und Reisen ins Ausland

Während die Rechtslage in Deutschland ziemlich klar ist, kann dies im Ausland ganz anders aussehen. Bis dato gibt es nämlich nicht einmal eine europaweite Regelung. Der erlaubte THC-Gehalt in Österreich liegt z. B. bei 0,3 %, also über dem deutschen Grenzwert. Man kann jedoch mit großer Sicherheit sagen, dass es innerhalb der EU beim Reisen mit CBD-Produkten keine Probleme geben sollte. Genauso ist zu erwarten, dass innerhalb des Schengenraums problemlos gereist werden kann, wobei es empfehlenswert ist, eine Produktbeschreibung (zumindest auf Englisch, besser noch in der Landessprache) mitzuführen. Trotzdem kann man nie vorsichtig genug sein, die Gesetze könnten sich jederzeit ändern – mehr als eine Abnahme des CBD-Produkts sollte aber nicht zu befürchten sein.

Bei Reisen außerhalb der EU oder des Schengenraums ist Vorsicht geboten, denn viele Länder haben keine eindeutigen Gesetze, eventuell aber hohe Strafen. Es wird daher dringend empfohlen, sich vor der Reise bei den zuständigen Behörden (z. B. bei der Botschaft) gut zu informieren.

Kann auch mein Haustier von CBD profitieren?

Bei so vielen zufriedenen Anwendern von CBD-Öl stellen sich viele die Frage, ob nicht auch ihre Haustiere von den zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkung dieses Wunders der Natur profitieren könnten – und die Antwort ist ja! In den letzten Jahren wurde herausgefunden, dass Tiere ebenfalls über ein Endocannabinoid-System verfügen, das sich kaum vom menschlichen unterscheidet. Im Gegensatz zum Menschen, wo eine Überdosierung nicht möglich ist, da der menschliche Körper überflüssiges CBD einfach ausscheidet, sollte bei Tieren jedoch die vorgeschlagene Tagesdosis nicht überschritten werden. Es ist außerdem empfehlenswert, auf Produkte zurückzugreifen, die speziell für Tiere und deren Organismus entwickelt wurden und oft sogar ein breiteres Anwendungsspektrum haben. Einige CBD-Produkte für Tiere können beispielsweise dank einer Anti-Parasit-Formel auch gegen Parasiten eingesetzt werden. Neben CBD-Öl für Tiere gibt es auch Tabletten und Paste.

Worauf man beim Kauf von CBD-Öl achten sollte

In erster Linie gilt es, auf den THC-Gehalt der Produkte zu achten. Wie oben beschrieben, sind in Deutschland nur solche CBD-Öle legal, die nicht mehr als 0,2 % THC enthalten. Im Internet stößt man auch bei der Suche nach CBD-Öl auf Deutsch schnell auf Produkte mit einem höheren THC-Gehalt, da z. B. der THC-Grenzwert in Österreich 0,3 % und in der Schweiz sogar 1 % beträgt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Herkunftsland des Cannabis. Achten Sie darauf, dass Sie Produkte mit CBD aus kontrolliert angebautem Industriehanf bekommen, vorzugsweise aus der EU und ohne Pestizide oder Zusatzstoffe. Besonders bei extrem preiswerten Produkten aus dem Ausland ist Vorsicht geboten, da das CBD oftmals aus billigem Cannabis aus Fernost gewonnen wird. Achten Sie also nicht nur darauf, welches Produkt Sie kaufen, sondern auch darauf, in welchem Online-Shop Sie bestellen.

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